Wernze rettet Viktoria |
Balu
Bezirksliga
Dabei seit: 21.07.2005
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@Holubeck: Kompliment für Dein Hintergrundwissen, auch wenn mir deine Ausführungen (fast) alle bekannt waren. Auch die Vorgabe des DFB, dass beim Start der Bundesliga nur ein Verein aus einer Stadt in der Bundesliga starten sollte. Die Info mit der fast sicheren Teilnahme ist tatsächlich nur eine Legende von Kölner-Zeitzeugen. Bei der Bundesligazulassung spielte aber auch die Kapazität der Stadien eine gewichtige Rolle (mindestens 40.000). Dadurch fielen zahlreiche Oberligisten automatisch durch das Raster. Bis auf den TSV Marl-Hüls hatten sich alle Oberliga-West Vereine für die Bundesliga beworben. Die Viktoria bzw. Preußen Dellbrück war bis in die Fünfziger Jahre auf Augenhöhe mit dem 1. FC Köln, hatte aber auch ein (geografisches) Stadion-Problem. Ein Holubeck stand m.W. zu Regionalliga-West oder Verbandsliga-Zeiten bei der Viktoria im Tor. lch erinnere mich sehr gut an das 0:6 Debakel der Viktoria beim 1. FC Mülheim, als der spätere Assistenztrainer von "Kaiser Franz" während der erfolgreichen WM 1990, Holger Osiek, innerhalb von 5 Minuten 3 Treffer für die Styrumer erzielte. Zu Beginn der Sechziger Jahre stand bei der Viktoria mit Beara, der jugoslawische WM-Torhüter von 1962, zwischen den Pfosten. Des weiteren damals bekannte Spieler wie der spätere Nationalspieler Jürgen Sundermann, der beim 1. FC Mülheim-Styrum seine Laufbahn begann oder ein Erich Ribbeck, Jean (Schäng) Löring sowie ein Gero Bisanz (später Chefausbilder der angehenden Fußballlehrer) Früher gab es unzählige Vereine - auch örtliche - die das Herz der Fußballanhänger erfreuten. Heute in Zeiten der Fokussierung auf den Profifußball und der totalen Kommerzialisierung spielen sich immer mehr Retortenclubs in den Vordergrund, wie z.B. Hoffenheim, Wolfsburg, Leverkusen oder RB Leipzig. Nostalgiker, die die besseren und schöneren Zeiten des Fußballs erleben durften, mögen das bedauern, aber zurückdrehen lässt sich diese Entwicklung kaum.
P.S.: ergänzend erwähnen unter der Ruprik Traditionsvereine könnte man noch Clubs nennen wie Duisburg 48/99, der Fusionspartner vom Duisburger SV und Stammverein von Toni Turek, der auch als Gegner des VfB Speldorf zweimal am Blötter
Weg gastierte. 1958/59 verspielte der VfB Speldorf vor 7.000 Zuschauern durch eine 1:2 Heimniederlage gegen eben jenen Verein, damals schon ohne Turek, den Wiederaufstieg in die 2. Liga-West. Ferner gehören Vereine wie die SpVgg Herten (mit dem legendären im Wald gelegenen Stadion am Katzenbusch seinem aktiven Spieler Rudi Assauer) dazu. Ebenso "Knappenvereine wie der VfB Lohberg mit seiner Dorotheenkampfbahn im Schatten der früheren Zeche Lohberg/Osterfeld mit seinem urwüchsigen Publikum oder die SpVgg Sterkrade 06/07, die früher eine exzellente Talentschmiede hatte und viele bekannte Spieler hervorbrachte. Die Lokalderbys gegen Speldorf mobilisierten einst auf beiden Seiten Tausende von Zuschauern mit harten Auseinandersetzungen. Der VfB Speldorf bekam im Anschluß einmal eine Platzsperre auferlegt. Die Halbzeitergebnisse aus Lohberg wurden durch einen Zettel im Ring der Brieftauben zur Blötte übermittelt.
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Balu: 12.06.2010 09:41.
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12.06.2010 09:04 |
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Holubeck
Kreisliga C
 

Dabei seit: 02.10.2007
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Verein: SCB Viktoria Köln
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Herten - ich wußte dass ich jemanden vergessen hatte.
Ja, Rudi Assauer hat damals mit Herten auch gegen Viktoria Köln gespielt. Aber das weißt Du sicher auch, kennst Dich ja vorzüglich aus bei Viktoria.
In der Bundesliga hätte Viktoria in Müngersdorf spielen müssen, Rekordbesuch in Höhenberg waren 20000, und es gab weder Traversen noch Tribüne.
Die alten Zeiten sind natürlich vorbei. Es hat ja auch so etwas wie Strukturwandel stattgefunden, so dass auch ein paar neue Vereine aufgetaucht sind. Dazu wurden ehemals eher kleinere Vereine wie Bayer Leverkusen oder Wolfsburg von ihren Konzernen nach vorne gebracht.
Trotzdem muss es einen funktionierenden, attraktiven Unterbau für die Bundesligen geben. Einige der Traditionsvereine haben immer noch Potential. Vor allem regionale Duelle gegeneinander auf höherem Niveau würden immer noch viele Zuschauer anlocken.
Vereinen wie Germania Windeck kann ich deshalb nicht so viel abgewinnen. Ab einer gewissen Liga muss man als Verein eben auch in die nötige Infrastrutur sprich ins Stadion investieren, und nicht nur in die Mannschaft. Wobei die Infrastruktur-Vorgaben für die NRW-Liga sicherlich überzogen waren/sind.
Wernze hat jedenfalls erkannt dass er mit seiner Germania so ziemlich das Maxilmale erreicht hat. Ein regionalligataugliches Stadion werden sie dort nicht stemmen können. Wernze hat zwar Geld, ist aber kein Milliardär wie Hopp.
Wohin eine Kooperation von Windeck mit Viktoria Köln führen soll, ist dabei noch nicht klar. Vorläufig ist Viktoria Köln erst einmal in der siebten Liga gelandet
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Holubeck: 12.06.2010 10:40.
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12.06.2010 10:04 |
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